Wenn ein Rechtsanwalt eine wichtige Frist versäumt, kann der Mandant dadurch erhebliche Nachteile erleiden. Eine Klage wird unzulässig, eine Berufung kann nicht mehr eingelegt werden oder ein Anspruch verjährt.
In solchen Fällen kann ein Schadensersatzanspruch gegen den früheren Rechtsanwalt in Betracht kommen. Eine Fristversäumnis allein genügt jedoch nicht. Zusätzlich muss geprüft werden, ob der ursprüngliche Fall ohne den Fehler voraussichtlich erfolgreich gewesen wäre.
Typische Fristversäumnisse sind:
Für die Prüfung ist regelmäßig eine sogenannte hypothetische Betrachtung erforderlich: Was wäre geschehen, wenn die Frist rechtzeitig gewahrt worden wäre?
Benötigt werden gerichtliche Schreiben, Zustellungsnachweise, Schriftsätze, die Handakte des früheren Anwalts, Entscheidungen und Unterlagen zum ursprünglichen Anspruch.
Wenn Ihr früherer Rechtsanwalt eine Frist versäumt hat, sollte zeitnah geprüft werden, ob ein ersatzfähiger Schaden entstanden ist.
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